Die Pflege erbringt Leistungen im Behandlungsprozess eines Patienten, an dem mehrere Berufsgruppen beteiligt sind. Dementsprechend ist eine gemeinsame Dokumentation aller an dem Behandlungsprozess beteiligten Berufsgruppen sinnvoll.
Auch die grundsätzliche Zielsetzung des SPZ im Bezug auf Informatik-Lösungen bevorzugt weite Verbreitung der IT in der Klinik und soll zu einer umfassenden Patientendokumentation führen.
Bei der Beurteilung der Ausgangslage im Bezug auf die Einführung einer elektronischen Pflegedokumentation im SPZ Nottwil müssen gleichzeitig mehrere verschiedene Einflussfaktoren berücksichtigt werden.
Die Zunahme der statistischen Lebenserwartung ist ein bekanntes Phänomen in der heutigen Gesellschaft. Auch die Zunahme der chronischen und aggressiven Krankheiten und die Zunahme der Behinderungen und Beeinträchtigungen spielt für die Entwicklung einer umfassenden Pflegedokumentation eine wesentliche Rolle. Dabei muss die Pflegedokumentation genau diese Entwicklungen vollumfänglich berücksichtigen, d.h. die erhobene Datenmenge aufnehmen und verarbeiten können.
Verschiedene politische Gremien haben die Erwartung, dass die Kostenexplosion im Gesundheitswesen mit der Steigerung der Effizienz, Effektivität und Transparenz, unter Berücksichtigung der Qualitätssicherung, bewältigt werden kann. Damit wäre auch ein nicht unwesentlicher Teil der Finanzierungsprobleme gelöst. Dabei muss die Pflegedokumentation verschiedenste Prozesse abbilden und unterstützen können und gleichzeitig eine bestmögliche Transparenz darstellen in Bezug auf Notwendigkeit einer Intervention inklusive dem damit verbundenen Aufwand.
Dragan Bosancic
Projektleiter Gesundheitsinformatik
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Samstag, 16. Juli 2005
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