Feldversuch Elektronische Pflegeplanung mit ICNP® und LEP®

Ausgangslage

Die LEP AG erarbeitet auf Grundlage des Pflegeprozesses die Systematik für die Pflegeplanung mit elektronischen Hilfsmitteln. Wir wählten die ICNP® Beta Version als Klassifikations-Struktur. Für die Pflegephänomene übernahmen wir die oben beschriebene Grundlage von G. Fehr und ordneten diesen entsprechende Ziele zu. Die einzelnen Ziele wurden wiederum mit den entsprechenden Handlungen verknüpft. Für die Handlungen wurden die Begriffe der Methode LEP® verwendet. Die LEP® Begriffe wurden mit den Interventionen von ICNP® verknüpft. Um den Pflegeprozess abzuschliessen wird eine zweite Pflegediagnose festgehalten.

Feldversuch

Am Kantonsspital St. Gallen wird seit November 2001 mit der LEP AG auf einer Station der Klinik für Orthopädische Chirurgie ein erster Feldversuch zur „elektronischer Pflegeplanung“ durchgeführt. Wir haben dafür das Produkt „NANCY“ der Hinz Fabrik GmbH, Berlin gewählt. Die Pflegenden dieser Station wurden bereits vor einem Jahr in der Umsetzung des pflegediagnostischen Prozesses geschult. Die allerersten Erfahrungen zeigen, dass die Pflegenden die Dokumentation des Pflegeprozesses auf diese Weise als sinnvoll, einfach und zweckmässig erachten. Die Verwendung der ICNP® Phänomene wird als unproblematisch erachtet. Mit der Methode LEP® arbeitet diese Station schon seit mehr als 10 Jahren. Der Feldversuch dauert drei Monate und wird anschliessend ausgewertet. Mit diesem Feldversuch will die LEP AG aufzeigen, dass die Beta Version von ICNP® für die Struktur der Dokumentation des Pflegeprozesses anwendbar ist und die Phänomene für den diagnostischen Prozess verwendet werden können. Weiters will sie aufzeigen, dass die Verknüpfung der Leistungen der Methode LEP® mit den Interventionen von ICNP® möglich ist und Doppelerfassungen damit ausgeschaltet werden können. Zusammenhänge zwischen Pflegediagnosen und Handlungen könnten mit diesem Vorgehen ebenso aufgezeigt werden, wie die Wirksamkeit der Pflege. Dazu sind aber breit angelegte Studien notwendig, da es dazu mindestens im deutschsprachigen Europa kaum gesicherte Erkenntnisse gibt.

Kontaktperson

Ulrich Bamert    mailto:ulrich.bamert@lep.ch

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 Letzte Änderung: Samstag, 16. Juli 2005 Webmaster:  Rudolf Widmer